Ein Dialog im dritten Jahrtausend! Oder: Das geht nicht Vol. 2

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X: Das geht nicht!
Y: Geht nich wohnt in der Ich-Will-Nicht-Straße! Was geht denn nicht?
X: Na das mit diesem Dingens…!
Y: Dingens???
X: Ja… du weißt doch… dieses Dingens!
Y: Nee, schon klar! Ich weiß immer alles – auch über irgendwelche Dingens… äähh… -teile.
X: Nun schnauz mich hier nicht an, nur weil das mit diesem Dingens nicht funktioniert – ich bin schon genug genervt!
Y: Aber um dir zu helfen benötige ich etwas detailliertere Infos über irgendwelche Dingensteile die nicht gehen! Und wenn hier einer genervt ist, dann wohl ich!!!
X: Nun hör mal zu, du Arschloch: Nur weil das mit dem Dingens nicht funktioniert, brauchst DU mich hier nicht gleich zusammenscheißen! Wenn mir einer erklärt hätte, wie das mit dem Dingens funktioniert, würde es eventuell auch gehen!
Y: Und mal selber versucht, sich die Funktionsweise des Dingens beizubringen, damit man es zum Laufen bringen könnte, ist wohl wieder mal zuviel verlangt, oder?
X: Als ob ich dafür zuständig wäre, das Dingens zu warten! Was soll ich denn noch alles tun?
Y: Mein Gott…, isses denn zuviel verlangt mal ein wenig den Kopf anzustrengen? Mannmannmann… jetzt habe ich die Faxen dicke! Wo ist denn dieses Dingens überhaupt?
X: Nebenan.
(X und Y wechseln den Raum und schauen sich einen Tesafilmabroller an)
Y: Jaaa… das ist ein… mmmmhhh… Dingens! Was hatteste denn damit vor?
X: Naja, was man eben damit macht: diese Teile zumachen!
Y: Teile?
X: Ja, wo man Papier reintut und danach in diese Kästen reintut…
Y: Mmmmmh… verstehe die Problematik… und was genau geht jetzt am Dingens nicht?
X: Der… wie soll ich es jetzt sagen? … Der ‚Tank‘ ist alle!
Y: Das heißt, wir müssen jetzt den ‚Tank‘ auffüllen, damit du Material bekommst um diese Teile zuzumachen?
X: Äääähhh… jjjjjja… so kann man es wohl beschreiben.
Y: Tjaaaaaa… mmmmmhhhhh…. so ist das! Da kann ich dir jetzt aber auch nicht weiterhelfen. Aber ich rufe mal wen an, der könnte das wissen…
(Y nimmt sein Handy und wählt)
Z: Z!
Y: Hallo Z, altes Haus! Sag mal, kennst du dich mit diesen Dingens aus, wenn sie nicht mehr gehen?
Z: Wollt ihr ein Teil zumachen?
Y: Ganz genau!
Z: Kann sein, das der ‚Tank‘ leer ist…
Y: Soweit waren wir auch schon – wie füllt man den wieder auf?
Z: Habt ihr noch volle… ääähhh… Patronen?
Y: Wie sehen die denn aus?
Z: Wie die leeren – nur dicker! Da nehmt ihr eine und packt sie dahin, wo die alte sitzt und rollt sie dann ab, bis zu dem Teil des Dingens, wo diese Zacken sind, ab!
Y: Mmmmm (sucht) …ja! Habe sie gefunden, die sind aber noch verpackt!
Z: Dann musst du die Verpackung mit so einem Schneider wegmachen – dann kannst du die Patronen einzeln entnehmen!
Y: Das geht nicht!

Kommt Euch dieser Dialog in irgendeiner Form bekannt vor?
Wenn ja, dann stellt Euch bitte mal die Frage, wenn dieser vor einigen tausend Jahren stattgefunden hätte…

… was wären die Folgen?
– Mangels Feuer gäbe es kein Rauchverbot in Nahverkehrszügen!
– Mangels Rad gäbe es auch keine Nahverkehrszüge!
– Mangels Rad und Zügen gäbe es auch keinen Nahverkehr!
Ach ja:
– Mangels Nahverkehr hätte ich endlich mal meine Ruhe!
Doch zu welchem Preis?
(Zumindest hättet Ihr vor meinen geistreichen Einträgen – mangels Elektronik – Ruhe! Aber: Es ist nicht immer Sonntag!!!)

Soviel zu den Blüten meines erzwungenen Onko-Entzugs…

… wünsche noch ein erholsames Wochenende!

In diesem Sinne

Euer Carsten

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Hoettges

Hoettges

6 Comments

sonjaschatz

Ich kann doch auch nix dafür, wenn mir die Wörter nicht mehr einfallen…bin halt ein alter Aphasiker.

Und ich sag gerne: Kannst du mir mal sagen wo das Ding bei dem Dings ist???
Warum regt ihr euch nur darüber auf? Ist doch ganz natürliches, genaues Deutsch! ;)

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android

X und Y kenn ich, das sind Kunden von mir.
Z ist mir auch entfernt bekannt, der besucht
einmal wöchentlich die psychologische Praxis eines Freundes.

wie macht sich eigentlich der onkoholismus bemerkbar? kann er behandelt werden? und: gibt es Risiko-Gruppen?

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Michi

Mich regt das immer auf wenn jemand von Dingen oder Teilen spricht und man nicht was was derjenige meint. Erinnert mich so an mein Herrn Sohn.
Michi

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