Geiz ist ungeil, großer Pharao! (Teil 1)

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Cheops wurde von seinen Beratern zugetragen, er müsse ein mächtiges – und ganz wichtig: Pyramidenförmiges! – Mausoleum bauen lassen, wenn er als Pharao von Ägypten was gelten wolle.
Die Planung ging von einem Trümmer mit einer Basiskantenlänge von 230m und einer Höhe von knapp 150m aus.
„Pffft… ganz schön happig für’n Grabstein oder?“ sprach der Pharao.
„Nun ja, aber es verherrlicht doch auch noch nach dem Tod eure Größe, Exzellenz!“ antwortete einer seiner obersten Arschkriecher, dessen Name leider nicht überliefert wurde.
Also gab Cheops, um Ruhe zu haben, nach und stellte die Frage in den Raum, wie ein solches Projekt finanziert werden solle:

Sklavenarbeit?
Schied aus wegen der bescheidenen Qualität!
Eigenfinanzierung?
Schied mangels Masse und notorischem Geiz Cheops‘ ebenfalls aus!
Bankkredit?
Mal im Ernst: welche Bank gibt einem wegen so einer Geschichte auch nur einen Taler?

So blieb nur eine Zwitterlösung aus einer klitzekleinen Steuererhöhung (55%) und Eigenfinanzierung aus dem Staatschatz. Das würde für eine internationale Ausschreibung in Form einer Rückwärtsauktion knapp reichen!

-Angesetzt waren fünf Jahre Bauzeit!
-Die Ausschreibung gewann ein grosses deutsches Bauunternehmen!!
-Cheops war bislang zufrieden!!!

Zunächst wurde an der Baustelle ein Bürohaus des Unternehmens errichtet:
Planung (zwei Mitarbeiter), Geschäftsleitung (15 Personen), Marketing (52 Personen), Buchhaltung (ca. 200 Personen), Kundendienst & Callcenter(400 Praktikanten), eine Baubude mit den Arbeitern Horst und Erwin.

Der Betrieb wurde sofort aufgenommen. Alle Abteilungen arbeiteten fieberhaft, nur Horst und Erwin hatten nichts zu tun, da das Baumaterial fehlte…

Die Planungsabteilung machte dann den Vorschlag, das man sich um das Baumaterial in Form von Kalksteinquadern kümmern solle! Steinbrüche gäbe es mehr als genug.
Die Folge:
Kündigung des einen Planers (angeblich aus Kostengründen…) und Abmahnung des anderen!
Trotzdem wurde ein vierwöchiges Meeting am Mittelmeer abgehalten, um den Vorschlag zu diskutieren! Ergebnis des Meetings war die Bestellung der ersten 1000 Kubikmeter des Baumaterials durch die Callcenter-Abteilung.
Zwar wurde die Buchhaltung auf 150 Mitarbeiter geschrumpft, doch Horst und Erwin konnten schon mal anfangen – und die restlichen 2,499 Millionen Kubikmeter kämen auch schon irgendwie zur Baustelle…

Horst und Erwin fingen zwei Jahre später (die Praktikanten benötigten die Zeit, um herauszufinden, „wer dran ist mit bestellen“, tatsächlich an.

… to be continued…

Euer Carsten

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Hoettges

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„Zunächst wurde an der Baustelle ein Bürohaus des Unternehmens errichtet:
Planung (zwei Mitarbeiter), Geschäftsleitung (15 Personen), Marketing (52 Personen), Buchhaltung (ca. 200 Personen), Kundendienst & Callcenter(400 Praktikanten), eine Baubude mit den Arbeitern Horst und Erwin.“

lol. könnte auch aus meinem land sein ;-).

lg, unbekanterweise.

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Hoettges

Besten Dank!

Die Story hat natürlich (!!!) nichts mit realen Personen und/oder Unternehmen zu tun…

Muss langsam mal Teil zwei veröffentlichen!

Bis denne!

Grüße
Carsten

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