Nestbeschmutzung

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Ich habe mir gestern Nacht noch überlegt, warum mein Blog nicht unter den Top-Blogs auftaucht.
Die Antwort: Weil ich mir ganz gerne mal überlege, was ich so schreibe! Triviales hat einfach keinen Platz darin.

Sicher ginge das auch, dann würden meine Einträge aber so aussehen:

von Hoettges@2006-13-32 – 11:21:45

Ich bin wieder betrübt. Sie kam gerade aus der Kneipe und wir hatten Streit!
Sie hat mir den Baseballschläger über’s Haupt gezogen und ist in’s Bett gegangen.
Jetzt sitze ich hier mit blutenden Ohren vor dem Rechner und frage mich, was ich falsch gemacht habe…

von Hoettges@2006-13-32 – 14:21:45

Sie ist gerade kurz aufgewacht und hat sich bei mir entschuldigt. Ich liebe sie immer noch…

von Hoettges@2006-13-32 – 17:21:45

Gerade rief ihre Schwester an, ich solle die Finger von ihr lassen, sonst würde sie mich mit einer Wasserwaage verkloppen – aber ich habe ihr gesagt, dass wahre Liebe so etwas aushält…

von Hoettges@2006-13-32 – 20:21:45

Die Wasserwaage ihrer Schwester ist aus echtem Teakholz und bricht Rippen wie Streichhölzer! War mir aber egal, da ich schon vom Baseballschläger so benommen war, dass ich kaum etwas spürte…

von Hoettges@2006-13-32 – 23:21:45

In der Notaufnahme arbeitet eine weitere Schwester von ihr: Eine wunderschöne Frau, die mich lieb angelächelt hat, als sie mir sagte, es wäre langsam Zeit für meine Spritze. Nur das sie das Wort Spritze etwas überbetont hat, stört mich ein wenig…

Mal im Ernst: Wer will so etwas lesen?
Kritiker werden jetzt sagen, dass manche einen Blog als Internet-Tagebuch anlegen. O.K.: Wäre ein Grund! Aber waren in der Prä-Netz-Ära Tagebücher nicht achtfach abgeschlossen und mit Selbstschussanlagen gesichert in einem Hundezwinger mit der Aufschrift „Neptun“, die zu einem Gen-Manipulierten Rottweiler gehörte, versteckt, so das es niemand (NIEMAND!) lesen konnte?

Aber heute kann man ja anonym sein inhaltsloses Leben veröffentlichen (Was dem Gen-Rottweilermarkt gar nicht gut bekommen ist…) und mit anderen Teilen.

Klingt komisch? Ist bestimmt auch so!

Müssen wir wohl mit Leben oder erst gar nicht ignorieren.

In diesem Sinne

Euer Carsten

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Hoettges

Hoettges

18 Comments

Hoettges

Nicht wirklich.
Gedanken macht man sich trotzdem, da ein bißchen Werbung für den eigenen Blog nie schaden kann.

Doch in der der Top 20 Liga muss man nicht unbedingt auftauchen!
Qualität geht vor Quantität! Und wer mein Geschreibsel zum Kotzen findet, soll dieses tun – kann ich mit Leben. Ätze ja genug über andere.

Doch bevor ich mit trivialem Blödsinn die Menschheit beglücke, höre ich lieber auf… das isses dann auch nicht wert!

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Anonymous

Hi, Hoettges!

Müssen wir wohl mit Leben oder erst gar nicht ignorieren.

Für die Tagebuchführer unter den Bloggern gilt wohl: Früher trug man sein Poesiealbum unter die Mitmenschen, heute ist man behäbiger und blogt. Offensichtlich entwickelt sich im Wechselspiel zwischen den eingetragenen Banalitäten des alltäglichen Lebens und den ebenso lapidar und belanglos daherkommenden – meißt vordergründig anerkennenden -Kommentaren eine subjektiv empfundene Aufwertung des eigenen Lebens, das sich durch nichts von dem von Millionen Anderer unterscheidet, sich aber grundlegend in dem Anspruch gleicht, unterscheidbar, individuell und irgendwie authentisch sein zu wollen. Hier kollidiert der eigene Anspruch, besonders zu sein, mit der Selbstwahrnehmung massenhafter Konformität. Der einzige Ausweg ist die Erhebung des Selbst zum Top-Ten Blogger durch den Seelenbalsam massenhafter Anerkennung, der das so gepriesene Ich zur bestaunten Besonderheit kürt. Massenhafte Anerkennung verträgt keine Extreme (hier schließt sich der Kreis) und so wird die präsentierte Banalität zur quasi naturgesetzlichen Notwendigkeit der Blogrealität.

*fällt*
moggio
*dazu ein*

p.s. Teddykrieger ist doof!

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Hoettges

Weise Worte!

Ich hätte es wohl nicht besser ausdrücken können…(?)
Das Poesiealbum des 21ten Jahrhundert – der Gedanke gefällt mir, gerade weil es auch die infantile sucht nach Anerkennung sehr gut ausdrückt!
Da ich auch privat sehr gerne polarisiere isses mit den Top-Ten wohl auch eher Essig!
Kann ich, wie gesagt, sehr gut mit Leben.

Stellt sich nur noch die Frage: Warum blogge ich?
Ich denke die Antwort darauf würde keinem Gefallen…

Naja, ich werde wohl weiter die Unzulänglichkeiten meiner Umwelt in diesem Forum anprangern!

Grüße
Carsten

p.s. die Alte in dem roten Bikini der Axe-Werbung können sie mir nackt auf den Bauch binden! Wenn das Zeug solche Mädels anzieht, stinke ich lieber!

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Toepferschnecke

Nun, solange Ihr perfekt seid und ganz allein den Sinn des Bloggens verstanden habt, ist ja alles gut…

Ich führe hier auch „nur“ ein Tagebuch – da ich mich auch nicht als Reporter oder großartige Schriftstellerin verstehe. Oder als supertolle Weltberbessererin. Ihr seid nicht die ersten und nicht die Letzten, die sich darüber ereifern, daß manche hier einfach ihren Spaß haben.

Aber mal ganz davon abgesehen, hatte ich an Deinen Ausführungen oben auch meinen Spaß – wahrscheinlich würdest Du bei einem solchen Lebensstil nicht allzu lange überleben ;D!

Macht Ihr weiter, wie Ihr wollt – und jeder andere so, wie es ihm gefällt! Leben und leben lassen. Oder plagt Dich etwa die Eifersucht? Das ewige Thema „Top 20″…..

Viel Spaß (oder sollte ich lieber schreiben : Erfolg?) weiterhin!

Liebe Grüße, Silke

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Anonymous

Das ist eben alles Ansichts- und Geschmackssache und ich finde es von Dir schon etwas herablassend, wenn Du andere Blogs als „trivialen Blödsinn“ bezeichnest. Leben udn Leben lassen…so einfach ist das. Hier ist für jeden Platz und es darf keinem das Rechtz abgesprochen werden zu exiestieren. Gewiß, nicht jeder Blog, der sich vielleicht auf dieser unsäglichen Liste befindet, wird Deinen Geschmack treffen, so wie anscheinend auch nicht jeder von Dir überzeugt sein kann – sonst wärst Du nämlich schon da, wo Du h9n willst – alles eine Frage des Geschmacks und über den kann man einfach nicht streiten. Also bitte etwas mehr Gelassenheit und Toleranz, damit kommst Du eher weiter…

Reply
Anonymous

Hallo Toepferschnecke,

hier ereifert sich niemand über „Manche“, die ihren Spaß haben wollen. Wir haben nur auch unseren Spaß, der sieht nur anders aus, als Deine Art Spaß. Es sind Wahrnehmungen, deren „Spaßgehalt“ im Nachdenken über Motive besteht. Dargelegt in einer Form, die sich nicht im allgemeinen „Ich bin okay, Du bist okay-Geplapper“ ergeht, das meiner Ansicht nach hauptsächlich davon geprägt ist, sich gegenseitig nicht weh tun zu wollen, um selbst nicht verletzt zu werden, was wiederum darauf hinausläuft, Themen tendenziell nur noch in einer Art und Weise anzuschneiden, die Widersprüche ausschließt – also im Grunde gar nicht!

Dein Statement hier ist typisch dafür: Irgendwie fühlst Du Dich verletzt und willst es derartigen „Motzköppen“ heimzahlen. Natürlich nicht, ohne den Delinquenten gegenüber zu betonen, dass es ja im Grunde egal ist, jeder eh‘ machen kann, was er will und einen gar nicht interessiert. Statt einzugehen auf das, was geschrieben wurde, ergehst du dich in den allgemein üblichen Rechtfertigungsfloskeln – für die im Übrigen keinerlei Notwendigkeit besteht. Worin besteht denn eigentlich Dein Spaß am Tagebuch-Bloggen? Warum setzt Du Deine Ansicht nicht dagegen? Einfach so aus Spaß am kontroversen Debattieren!

Für mich besteht der Sinn eines Tagebuchs in der schonungslosen Wahrheitsliebe seiner Einträge, die ermöglicht wird, weil sich der Schreiber nicht dem Rechtfertigungsdruck einer wie auch immer gearteten Öffentlichkeit aussetzt. Ich erinnere mich noch gut, wie wütend meine Schwester zu recht war, als sie mich vor Jahren einmal beim Lesen ihres papierenen Tagebuchs (Hardware!) erwischte, weil ich eben ihren persönlichen Raum der Intimität verletzte.

Reflexive Intimität ist aber nicht Tenor der allermeisten Tagebuch-Weblogs, weil die wenigsten Menschen die Persönlichkeit haben, ihre intimsten Gedanken potentiellem Missverstehen und entsprechenden Kommentaren auszusetzen. Gleichwohl geben sie es aber vor, denn unübersehbar schwingt der Anspruch auf Intimität im Weblog irgendwie noch mit (zu unrecht), weswegen Tagebuchführer wie Du ja auch so empfindlich auf Kritik reagieren. Der öffentlich Tagebuch führende muss sich entscheiden, ob er sein Leben präsentieren möchte, sich der öffentlichen Meinung aussetzt und dabei eben auch mit Kritik, Hohn oder gar Ablehnung umgeht, oder ob er seine Intimitäten eben für sich betrachten und reflektieren möchte, ohne sie einer betrachenden Wertung auszusetzen. Die überwiegende Mehrzahl der Tagebuch-Weblogger trifft diese Entscheidung aber nicht, sondern möchte Alles nach dem Motto, „Wasch mich, aber mach mich nicht nass!„: die Präsentation des eigenen Lebens und den wohltueneden (und das bitte ausschließlich!) Applaus der Freundesgemeinde. Dazu sind aber die wenigsten „inneren Angelegenheiten“ geeignet, zumindest die nicht, die uns emotional beeindrucken. Das ist der Grund für die allgemeine Belanglosigkeit der Themen, ihrer banalen Kommunikation und der Tendenz, grundsätzlich irgendwie Alles verstehen zu wollen und sich von Allem betroffen zu zeigen. Wenn da mal Toleranz nicht mit Ignoranz verwechselt wird…

Natürlich gibt es Ausnahmen, aber die finden nicht ihren Weg in die Top-Ten, weil sie eben nicht allgemeinverbindlich genug sind. Daran ist gar nichts Schlimmes. Das hatte weder Carsten noch ich behauptet. So ist deine Einlassung hier (bisher) eben bloß die übliche Unterstellungs-Floskel, die man uns „Nestbeschmutzern“ immer macht. Kritisches unbedacht als Neid abzutun ist ebenso leicht, wie Gelobhudeltes (genauso unbedacht) als Anerkennung, gar als Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst und dem Leben zu feiern.

Wenn man den „Wert“ einer kommunikativen Auseinandersetzung und den einer anderen Person entgegengebrachten Respekt daran misst, wie intensiv und begründet man sich mit den Gedanken, Meinungen, Eindrücken und Ansichten seines Gegenüber auseinadersetzt (und deben nicht bloß danach wertet, ob man zustimmt oder nicht), dann muss ich gestehen, finde ich in so mancher rhetorisch ätzend daherkommender Kritik mehr Intensität und Respekt, als in diesen unglaubwürdigen, weil zu mechanisch-reflexartig dahingeplapperten und deswegen respektlos billigen Anerkennungsbekundungen á la „Das hast Du aber schön gesagt, ich versteh‘ Dich soooo gut!“

*erwidert*
moggio

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Hoettges

Danke moggio!
Da ist wohl nicht mehr viel hinzuzufügen.

Ich verstehen meinen Blog als Satire, die wenn sie nicht polarisiert, ihren Zweck verfehlt.
Aber ich denke, dass ich mit diesem Eintrag mein Ziel wohl wieder erreicht habe!

Ach ja: Ich habe auch eine Schwester, die ein Hardware-Tagebuch auch Zellstoff ihr eigen nannte. Und genau wie bei Deiner Schwester war es bei Todesstrafe verboten, sich diesem auch nur auf zehn Metern zu nähern.
Als ich es dann doch mal in die Finger bekam (sorry ich war zwölf und neugierig), las ich darin nur belangloses Zeug, dass ich nach kurzer Zeit gelangweilt aufgab! Trotzdem waren diese Belanglosigkeiten ihre intimen Aufzeichnungen, die keiner einsehen sollte . Und heute ist das alles anders?

Nee, nee, moggio und ich haben schon ganz recht: Scheiß auf die Top-Ten, wichtig ist die Qualität der Einträge um Gehör zu finden! Das sich dieses nicht immer in positiver Reaktion äussert, muss man dabei in Kauf nehmen!
Denn die Welt ist eben nicht bonbonrosa, und man selbst (ja, auch ich!)geht anderen Menschen Lichtjahre am Arsch vorbei! Wenn man es dann aber darauf anlegt everybodys darling zu sein, hat man meiner Meinung nach ein Problem.

Ach ja: Der Sinn des bloggens ist eigentlich der, ein Thema (in meinem Falle Satire) zu publizieren! (Ich habe z.B. gestern einen Blog über die Geschichte Portugals gelesen, der nicht uninterssant war)
Wenn man aber selbst das Thema ist: siehe Kommentar moggio!

In diesem Sinne
Carsten

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Toepferschnecke

Lieber Moggio,

Oh, wenn es Dich interessiert, warum ich blogge, kann ich Dir das gern sagen. Im übrigen hab ich mich nicht verletzt gefühlt. Nur angesprochen.

Mein Blog führe ich, weil ich weiß, daß Freunde darin lesen und es zumindest einige dieser Freunde interessiert, was ich tue – die kenne ich nämlich im ganz realen Leben, und sie schauen gelegentlich mal ins Blog, um zu sehen, wie es uns geht. Und ich führe es, weil es mir Spaß macht, Bilder meiner Stadt zu zeigen, etwas über die Jahreszeiten zu schreiben – eben einfach, was mir einfällt – wers nicht mag, muß es nicht lesen, und wer Kritik üben möchte, darf das auch in meinem Blog gern tun. Inwieweit ich darauf reagiere, entscheide ich dann in dem Moment, wenn ich meine, daß es für mich richtig ist.

Wenn ich irgendwo kommentieren möchte, tu ich das genauso. Wie darauf reagiert wird, werde ich dann auch feststellen (eigentlich vorausgesetzt, ich werde auch direkt benachrichtigt, indem jemand direkt auf den Kommentar antwortet – Deine Ansprache hier hab ich nur gefunden, weil ich auf der Suche nach Tara-Anne nochmal hierher zurückgekehrt bin – eigentlich hatte ich das hier schon wieder ad acta gelegt…), und ob ich darauf reagiere, entscheide ich ebenfalls für mich. Wie tiefgreifend meine Einträge sind, ist meine Entscheidung. Will ich an der Oberfläche bleibe, tu ich auch das. Will ich tiefer gehen, werde ich das an entsprechender Stelle und zu gegebenen Zeitpunkt tun.

Ich finde es immer sehr anmaßend und arrogant, über andere Blogger zu urteilen und Pauschalen aufzuwerfen, nur weil es diese Top20 gibt. Und im gleichen Atemzug zu sagen: „Naja, die Werbung könnt ich auch gebrauchen!“

Und Dein Eintrag oben klang mir tatsächlich ein wenig eifersüchtig – das war mein persönliches Empfinden, und so hab ich es geschrieben.

Was Du für wertvoll hältst und was ich für wertvoll halte können ganz unterschiedliche Dinge sein, denn wir sind unterschiedliche Menschen (was für eine Feststellung! :>>) – weißt Du, behalte Deine Werte – ich behalte die meinen, und wenn ich denke, es ist an der Zeit sie zu ändern, dann werde ich auch das tun.

Ich halte dieses ganze Geschreibsel um das immer wiederkehrende Thema „Top20“ für fruchtlos. Wir Blogger hier haben keinen Einfluß drauf, wer darin erscheint, denn wir machen die Kriterien nicht. Und es hat übrigens auch keinen Einfluß -oder nur sehr, sehr geringen – auf Besucherzahlen, wenn man darin erscheint. Das müsstest Du eigentlich wissen, denn auch Dein Avatar war schon dort zu sehen!

Ich wünsche Dir einen schönen Samstagabend – und wenn Du mir in meinem Blog Kritik hinterlassen möchtest, tu das gern – ich scheue mich nicht vor Konflikten, nehme aber auch gern Grüße und gute Wünsche entgegen!

Liebe Grüße, Silke

Reply
Anonymous

Toepferschnecke,

vielen Dank für deine Bestätigung! Wenn Du Dich angesprochen gefühlt hast, lag ich wohl nicht so ganz daneben. Du darfst natürlich tun und lassen, was Du willst. Wer wollte Dir das nehmen, wenn nicht der gesunde Menschenverstand. Warum du meinst, die binsenweise Tatsache betonen zu müssen, dass Du tiefgreifend oder oberflächlich sein darfst wie es Dir gefällt, ist mir schleierhaft. Aber Du darfst das natürlich tun. Überhaupt wimmelt Dein Kommentar von Statements dazu, was Du tun darfst. Warum eigentlich? Spricht Dir irgendwer das Recht dazu ab?

Auch darfst Du meinen Kommentar richtig lesen, gerne ein zweites Mal, um zu verstehen. Und wenn Du das tust, wirst Du vielleicht bemerken, dass ich von Blogs rede, die einen anderen Anspruch vor sich her tragen, als ihren Mitmenschen von Zoobesuchen und anderen Alltäglichkeiten zu berichten. Die von dir genannte Pauschalisierung erkenne ich da nicht – außer in Deinem eigenen Kopf.

Ich finde es immer sehr anmaßend und arrogant, über andere Blogger zu urteilen und Pauschalen aufzuwerfen, nur weil es diese Top20 gibt. Und im gleichen Atemzug zu sagen: „Naja, die Werbung könnt ich auch gebrauchen!“

Du darfst natürlich auch Aussagen verschiedener Blogger durcheinaderwürfeln und daraus einen ganz neuen Zusammenhang konstruieren. Es sei aber darauf hingewiesen, dass ich an keiner Stelle etwas von Werbung, die ich brauchen könnte geschrieben habe. Wenn Du das irgendwo herausliest, dann zitiere den Abschnitt doch bitte, damit man ggf. Missvertändnisse klären kann. Das mit dem subjektiven Empfinden ist nämlich so eine Sache, wenn man nicht begründet, woran es sich entzündet. Schließlich blickt ja nicht die ganze Welt nur auf Dich und sucht Dein subjektives Empfinden zu ergründen. Urteilen tun wir nämlich alle andauernd, mehr oder weniger gut begründet. Weniger gut sind eben solche Urteile, die sich auf das persönliche Empfinden („Und Dein Eintrag oben klang mir tatsächlich ein wenig eifersüchtig[…]“) beziehen, ohne zu sagen, wodurch dieser „Klang“ zustande kam, um dann daraus dem Gegenüber einen Vorwurf konstruieren. Das ist anmaßend und arrogant!

Ich wüsste nicht, was ich an oder in Deinem Blog kritisieren sollte, es steht nichts kritikwürdiges darin. Es sei denn man fände abgefilmte Kopulationsversuche von Elefanten im Zoo grundsätzlich kritikwürdig. Du beschreibst lauter alltägliche Ereignisse, von denen Du halt meinst, dass sie in
(D)einem Blog erwähnenswert wären. Hätte ich zu dem, was Du dort verewigst etwas zu bemerken, würde ich das auch tun, habe ich aber nicht. Außer vielleicht, dass ich es als Tierquälerei empfinde, die nomadischen Dickhäuter in einem Zoo zum Vergnügen der Massen einzupferchen. Allerdings fürchte ich, Du könntest mir daraus die Absicht unterstellen, Dir den Zoobesuch zu verwehren, also lasse ich es lieber.

Ich habe mich hier nur mit einem mutmaßlich Gleichgesinnten über bestimmte Aspekte des Bloggens ausgetauscht und erwehre mich nun (nicht ganz unerwartet) den Stänkereien von Leuten, die entweder zu faul sind sich die Kommentare gründlich durchzulesen oder schlicht zu unverständig, die geäußerten Ansichten zu durchdringen. Was an sich kein Makel wäre, würden sie es sich verkneifen können, ihr diffuses Unbehagen herauszuplärren und anderen Bloggern Dinge zu unterstellen, die ausschließlich auf ihrem eigenen, ganz persönlichen Misthaufen vor sich hin müffeln. Und wenn man das einmal deutlich benennt – so ahne ich voraus – ist man auch noch der ungehobelte Klotz, der friedliche Bloggerseelen beleidigt. Frei nach dem Motto:

Man ist zu höflich, um mit vollem Mund zu sprechen, scheut sich aber nicht, es mit leerem Kopf zu tun!“

In diesem Sinne einen schönen Sonntag!
*wünscht*
moggio

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SevenOfKirchheim

Liebe Töpferschnecke,

habe gerade mal kurz in deinem Blog gelesen und es interessiert mich tatsächlich nicht die Bohne, was du da so von dir gibst. Ohne irgendeine Hausfrau beleidigen zu wollen, nenne ich sowas ein „Hausfrauen-Blog“.

Was hast du nur für Freunde, die sich über dein Blog informieren, ob es dir oder deinen Kindern gut geht?? Ich dachte, für solche Gespräche telefoniert man oder trifft sich persönlich?!? Oder schreibt neuerdings auch mal eine E-Mail… in deinem Fall wäre das wohl eine Massen-E-Mail, aber persönliche Ansprache bei Freunden tut ja nicht Not, solange man ihnen sagen kann, was man über sich und seinen Alltag loswerden will (wen interessiert schon eine Antwort?).

Jeder Blödsinn muss gleich an die große Öffentlichkeitsglocke gehängt werden, um auf reale Gespräche unter Freunden verzichten zu können? Am Ende widerspricht noch einer, weil das Wetter ja doch nicht so toll war, wie behauptet! Und unerwünschte Kommentare, die nicht zustimmend beipflichten, kann man im Blog ja einfach löschen.

Unterhältst du dich im realen Leben auch nur über solch belangloses Zeug? Oder bloggt ihr alle nur gegenseitig??

Dass du Hoettges‘ Bemerkung zu den Top 10-Blogs als Neid und Eifersucht interpretiert hast, passt hervoragend zu dem Bild, das du hier von dir zeichnest. Jede Art von Kritik wird gleich als Missgunst abgestempelt, weil der eigene Horizont zu beschränkt ist, eine reflektierte Ansicht einer Sache oder Äußerung zu erzeugen. Wenigstens hast du erkannt, liebe Töpferschnecke, dass Leute wie du gemeint sind, die zu blöd und zu bequem sind, sich eingehend mit Themen auseinander zu setzen, die außerhalb der eigenen Wohnung stattfinden.

Ich wünsche dir hiermit für dein weiteres belangloses Dasein alles Gute, behalte Kritik auf deinem Blog für mich, weil du ohnehin nicht damit umgehen kannst und da ich außerdem weder unterstützen möchte, dass dein Blog durch meinen Kommentar unter die Top 10 kommt oder gar eine ernsthafte Diskussion dort ausbricht und du Streit mit deinen Freunden hast, weil sie nicht mehr lesen können, wie es dir und deinen Kindern geht.

In diesem Sinne, Seven.

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Toepferschnecke

Da es Dich ja offensichtlich nicht interessiert, was und warum ich schreibe, und Du hier mit Unterstellungen und bösartigen Beurteilungen um Dich wirfst, sehe ich keine Veranlassung, Dir auf Deine Fragen zu antworten.

Für Dein überaus spannendes, interessantes Leben wünsche ich Dir auch alles Gute! Danke für dieses weltbewegende Statement!

Reply
Toepferschnecke

Ja, Du hast recht, ich hab das oben markierte etwas durcheinandergeworfen. Das mit der Werbung hast Du nicht geschrieben. Sorry!

Danke für die Erlaubnis, Deinen Kommentar noch einmal zu lesen. Das ist sehr großzügig von Dir.

Und da die ganze Sache mich ja ohnehin nicht mich betrifft,

Und wenn Du das tust, wirst Du vielleicht bemerken, dass ich von Blogs rede, die einen anderen Anspruch vor sich her tragen, als ihren Mitmenschen von Zoobesuchen und anderen Alltäglichkeiten zu berichten. Die von dir genannte Pauschalisierung erkenne ich da nicht – außer in Deinem eigenen Kopf.

brauche ich mich ja auch nicht mehr dazu zu äußern. Gleichgesinnte sind wir ja auch nicht, und ich werde Dich nicht weiter „anstänkern“ – dann kannst Du Deine wertvolle Zeit auch besser nutzen, Dich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und ich schreibe weiter über mein langweiliges Leben. Und lebe weiterhin ohne Kommentare von Moggio!

Ich wünsche Dir auch einen schönen Sonntag.

Reply
Anonymous

Danke für die Erlaubnis, Deinen Kommentar noch einmal zu lesen. Das ist sehr großzügig von Dir.

Das war keine Erlaubnis, sondern eine Empfehlung, denn Du hattest offensichtlich nicht verstanden, was ich beschrieb. Das liegt aber weniger an mangelnder Intelligenz, als vielmehr an einer hastigen Schludrigkeit und einem mutmaßlich Dir innewohnenden Hang, ad hoc emotional zu reagieren, bevor Du denkst, Weib*grins*. Deswegen sah ich mich auch genötigt, etwas kaltschultrig auf das nochmalige Lesen meines Kommentars zu verweisen. Hätte ich einen anderen Eindruck gehabt, hätte ich keine Mühen gescheut, Dir alles noch einmal genau zu erklären, Schneckchen – ehrlich!

*schwört*
moggio
*Stein und Bein*

p.s. Ich hatte mich über Deinen Blog nicht beschwert, sondern lediglich geäußert, dass es sich um Alltäglicheiten handelt, über die Du dort schreibst. Dass es so ist, kannst Du wohl kaum leugnen. Dass man nicht über Alltäglichkeiten schreiben dürfe, hatte ich auch nirgends erwähnt. Ich hatte anfänglich lediglich über die Motive von Tagebuch-Bloggern spekuliert, Alltäglichkeiten in einer Art Banalitätensammlung schriftlich zu fixieren. Dass ich Derartiges nicht besonders spannend zu lesen finde und micht entsprechend äußere, Dir also die erhoffte Anerkennung verweigere, das sind die Schandtaten, die Du mir (und Anderen) vorwirfst. Am Ende denke ich, die banale Monotonie des Alltäglichen stört Dich weit mehr als mich, deswegen gehst Du auf die Barrikaden, wo Dich niemand angreift.

Reply
Toepferschnecke

Ich geh gar nicht auf die Barrikaden. Das erwähnte ich, soweit ich mich erinnere, auch schon mal.

Deine Empfehlung kam mit einem „Du darfst“ daher, und ich hab mir erlaubt, das einfach mal ganz wörtlich hinzunehmen…:>>

Ich bin natürlich auch außerordentlich beeindruckt von Arguementen wie:

p.s. Teddykrieger ist doof!

…und Vorurteilen wie:

ad hoc emotional zu reagieren, bevor Du denkst, Weib*grins*.

Trotzdem war ich nie scharf auf Deine Anerkennung. Tut mir leid, wenn ich Dich da enttäuschen muß….

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