Outing als Superstar

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In letzter Zeit werde ich immer öfter um Rat gefragt – kostenlos, versteht sich!
An und für sich ja gar nicht verkehrt, dass sich Menschen an meine Weisheit wenden, wenn sie Probleme haben…
…es hält sich nur kein Schwanz an meine Ratschläge!

Ich werde demnach nur gefragt, um eine zweite Meinung einzuholen, die dann als gegenteilige Lösung abgetan wird.
Quasi: Was der Carsten erzählt ist eh‘ nur Müll!

Sollte aber der Schadensfall eintreten, der mit meinem Rat abwendbar gewesen wäre, bin ich trotzdem schuld.
Quasi: Woher sollten wir denn wissen, dass das blöde Gelaber vom Carsten ausnahmsweise mal erst gemeint war? Die dumme Ssu hat uns verarscht…

Sage ich aber gar nichts, bin ich ebenfalls der Antichrist.
Quasi: Das blöde Arschloch hätte ja mal was sagen können!

Weise ich aber unaufgefordert auf Fehler hin, bin ich ohnehin die Pottsau.
Quasi: Wenn er so schlau ist, warum is‘ er dann noch nicht Millionär?

Leider habe ich mich schon fast damit abgefunden, dass mich meine Mitmenschen nur chinesisch oder von böhmischen Bahnhöfen reden hören.
Aber zumindest habe ich das Problem erkannt:
ICH BIN NICHT POPULÄR!
Unpopularität ist in Deutschland schon fast als Behinderung zu werten.

Versteht mich nicht falsch: Ich bin durchaus beliebt – jedoch nicht populär.
Popularität erlangt man nur durch Knete, Statussymbole oder einen Promi-Status!
Auf Partys bin ich daher immer der Freak, der witzige Sachen erzählt, wenn ich mich z.B. gerade mit irgendeinem anderen Freak über Teilchenphysik unterhalte.

Verflucht: Ich bin einfach nicht blöd genug um Kohle zu machen…

„Geld, Geld, immer nur Geld…“ höre ich oft von meinen Mitmenschen „… davon wirste auch nicht glücklich, außerdem verdirbt es den Charakter!“
Klasse, als ob ich irgenwann schon mal so etwas wie einen Charakter gehabt hätte! Solche Aussagen sind indes schnell getätigt, wenn man genug Schotter hat.
(Und von wegen: Geld würde nicht glücklich machen…)

Aber ich bin pleite – daher aber beliebt:
Mich kann man ungefragt kritisieren und nicht auf meinen Rat achten.
Und überhaupt bin ich an allem schuld!

Wäre ich populär, hätte ich einen Haufen Arschkriecher um mich, die grün vor Neid wären aber gern mit mir gesehen würden!
Mein Rat wöge schwerer als die zehn Gebote und würde auch was kosten.

Ich hätte mal gute Lust, diese Popularität auszuprobieren!!!
Daher suche ich jetzt (wie mein Kumpel George) risikofreudige Investoren aus allen Branchen.
Ich mache alles! Scheißegal was.
Hauptsache der Rubel rollt…

Denn wenn es in Deutschland nur noch Bekloppte zu was bringen und ich nach Meinung meiner Ex-Kollegen und 2/3 meiner Freunde der König aller Bekloppten bin, warum bin ich dann noch nicht populär und immer noch pleite?
Hä???

Also bietet, liebe Investoren, das Höchstgebot gewinnt!

Allen anderen wünsche ich, solange ich nur noch beliebt bin, interessante Gespräche über Teilchenphysik…

in diesem Sinne

Euer Carsten

(selbst geouteter Superstar)

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Hoettges

Hoettges

11 Comments

android

Schick das doch mal an rtlprosiebensateins. Vielleicht kommste in Container oder aufe Showbühne oder nen heissen Stuhl…
Da wirste vielleicht nicht reich, aber zumindest Populär!
B)

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