The day the music died.

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Neulich rief mich Mr. T an um mir mitzuteilen, dass im TV Iron Maiden bei Rock am Ring live übertragen wird.
Geil!
Einfach nur geil!!

Kurz darauf, wurde sogar Metallica übertragen…

Mr. T. als alter Mosher war natürlich im Elysium und mich brachte die Tatsache, dass zwei doch schon betagte Bands heute immer noch 80.000 Zuschauer rocken können…

Daher begann mein Brägen zu arbeiten:
Maiden, Metallica und Co. gegen Andrea Berg, Helene Fischer und deutschen Gangsta-Rap/HipHop.
Denken fertig – Problem erkannt: Wir hören alson nur noch akustischen Dünnschiss – anspruchslos, austauschbar und billig!

Und daher funktioniert der Müll auch: Je beschissener die Musik ist, desto mehr glauben unsere an galoppierender Selbstüberschätzung leidenden Mitbürger, sie können das auch. Zig Castingshows liefern den Beweis dafür!

Leider ist die Musikbranche da nur ein Spiegelbild der Gesellschaft…
Alle wollen billige Scheiße und keiner will dafür was tun – daher wird für Scheiße auch nichts bezahlt und das gilt natürlich auch für die Arbeitsleistung!!!
Kollateralschäden werden dabei locker in Kauf genommen, und daher geht Qualität im Meer der Scheiße unter!

Warum gleite ich so oft in die Fäkalsprache ab?
Ich denke, die deutsche Sprache hat für diese Scheiße einfach keine adäquaten Wörter parat um diese Gammelkacke zu beschreiben…

Während nur noch Liebe, Triebe, Trivialschrott oder isch/misch/disch-Idiotenrapwichse im Radio läuft, ziehen 30-40 Jahre alte Bands immer noch die Massen an. Ein interessantes Phänomen!
Sicher: Bands mit Superstarstatus sterben langsam aus, da seit Jahren nur noch One-Hit-Wonder verheizt werden oder Popsternchen aufgebauscht werden, die in ihrer Anspruchslosigkeit nur noch von Ihrem Tittenumfang übertroffen werden.

Sicher, musikalische Diarrhoe hat es früher auch gegeben, aber es es gab auch immer ein Kontrastprogramm!
Wer war schon mal auf einer 70er-Party?
Was wird da für eine Musik gedudelt??
Led Zeppelin, Mike Oldfield, Pink Floyd, Iron Maiden oder Jethro Tull???
Nee: Abba, Boney M, Discoschrott und deutscher Schlager a la ‚Theo, wir fahr’n nach Lodz!‘

Schlimm ist nur, dass genau diese Entwicklung von den Musikproduzenten istalliert wurde um noch schneller mehr Geld zu machen – diese Arschlöcher haben auch die neue deutsche Welle kaputt geritten.
Richtig schlimm ist aber, dass das (deutsche) Publikum anscheinend jeden Scheiß frisst – egal wie beschissen der Müll auch ist!

Aber um sich Ommadawn von Mike Oldfield zu gönnen braucht man auch ein wenig Zeit und muss dabei seine Phantasie spielen lassen – beim Fliegerlied muss man nur mitklatschen und kann sogar noch halbwegs den dämlichen Text mitgrölen.
Ich kann mir Bubba O’Reilly von The Who auch besoffen anhören, ohne gleich Viva Colonia zu singen – es geht also!!!

Früher war Rock auch eine Art von Rebellion gegen die Gesellschaft. Und das ist auch gut so gewesen, denn Rebellion ist ein Zeichen von Unzufriedenheit… und auch Unzufriedenheit ist gut, denn aus ihr entsteht Veränderung und Veränderung ist lebenswichtig – Stagnation ist der Tod!
Und heute haben wir allen Grund unzufrieden zu sein, doch alle passen sich an. Alle sind nur noch hirngewaschene Jasager ohne eigene Meinung in einer uniformen Individualität.
(Die ‚Rebellen‘ von heute hören ja völlig sinnentleerte Rap-Scheiße in Klötzchenschüler-Deutsch)

Aber ich muss mir überall diese Geschmacksvergewaltigungen anhören: TV, Radio, Party, Kirmes, etc…
Und wehe man sagt etwas dagegen! ‚Über Geschmack lässt sich nicht streiten…‘
DOCH! LÄSST SICH!!!
Zumindest darüber, wer keinen hat! Und nur weil Scheiße gerade in ist, muss ich keine fressen…

Also hört auf Fahrrad zu fahren, nennt Eure Kinder mal wieder Klaus oder Petra, hört mal wieder Fischer-Z und lest mal wieder ein gutes Buch ohne Zauberer und/oder Vampire!

Alles wird gut…

In diesem Sinne:

Chefkritiker Carsten

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Hoettges

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