Versagte Versagensangst

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Schon mal über verpasste Chancen nachgedacht?

Ich schon! Nicht dass ich jemals welche gehabt hätte – denn dazu benötigt man Glück, gutes Timing und Vitamin B – aber man kann ja über die (verpassten) Chancen anderer sinnieren, oder?

Gerade die Medien zeigen einem ständig gute Beispiele:

– der Fußballer, der einen Strafstoß versemmelt und immer wieder „der einsamste Mann auf dem Platz“ ist: Hätte dieser arme Mann den Elfer verwandelt wäre er der große Held gewesen…
Ja, ja… schon klar: schon der Superlativ von „einsam“ klingt für mich sehr seltsam und bedauern kann ich den „armen Kerl“ erst recht nicht, da ihn ein Blick auf sein Girokonto schon wieder aufmuntern wird – keine Bange!

– ein gewisser Luke Skywalker bekommt von seinem Vater das Angebot als Co-Regent des Universums, lehnt ab und bekommt dann noch die Hand abgehackt!
Schön doof! Ich hätte meinen alten Herren gefragt wo ich unterschreiben soll, wieviel Urlaub ich bekomme und nach einer gewissen Einarbeitungszeit den ganzen Laden alleine geschmissen! Mitleid mit Luke? Nee, nun wirklich nicht…

– der Quizkandidat, der zu doof ist, um aus vier möglichen Antworten (A: Blau, B: Mikrowelle, C: Eintracht Braunschweig, D: Helmut) die Frage nach dem Vornamen der Kanzler Schmidt und Kohl zu beantworten, um dann mit nur schäbigen 16.000 Euronen nach Hause gehen zu müssen.
Diese Gestalten tun mir noch am meisten Leid, da sie mit der in Aussicht gestellten Million so wichtige Güter wie einen neuen Ferrari (beim alten ist der Aschenbecher voll!), oder sonstigen Blödsinn erwerben wollten. Aber mit lausigen 16 Mille?

Und ich? Ich habe ja nicht mal im Ansatz eine Chance solche Chancen zu verdaddeln!
Und ich bin jezt überhaupt nicht am Jammern, liebe Kritiker:
Mir wäre es vollkommen scheißegal, wenn ich in meinem Ferrari nicht mehr rauchen könnte, Ottmar Hitzfeld mich zusammenscheißt und daß ich zu meinem Vater „Darth“ sagen müsste, wenn ich wenigstens 32 Fünfhunderter in der Tasche hätte!

Aber um mich und diese Medien-Versager trauert nicht mal mehr Argentinien…

In diesem Sinne:

Euer Carsten

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Hoettges

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4 Comments

Anonymous

Was willst du mit soviel Kohle , du müßtest dir Gedanken machen wem du etwas abgibst , wer die echten und die wahren Freunde sind ,ob der Bettler der in der Kälte am Straßenrand sitzt ein wirklich Bdürftiger ist oder ein Sozialschmarotzen der dich nur nur um deine Kohle bringen will . Noch schlimmer wird es bei den Briefen die dir zu Weinachten ins Haus flattern und von hungernden Kinder berichten .Hast du genug gespendet solange die noch ein Haufen Schotter auf der Bank hast.
Stress den man nicht braucht .

Ich allerdings könnte manchmal ein bischen mehr Stress gut gebrauchen .

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Mickey

Hallo Du furchtbarer armer Mann Du!!!
Deine Sorgen möcht ich haben, dann hät ich keine.
Ich glaub nicht das Du irgendjemand für Deine Ziele zu verwirklichen brauchst. Du brauchst nur Dich selbst. Glaub an Dich, dann wirds auch was. Gruß Mickey

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Hoettges

Ich schreibe mal einen Kommentar zu meinem eigenen Eintrag.
Warum?
Weil der Sinn des Ganzen nicht ganz rüberkam:
Ich wollte nicht neidisch oder misgünstig erscheinen – nein!
Meine Aussage war mehr in der Richtung:
Warum erzeugen ein Haufen Vollpfosten sinnlos Unmengen CO2, während ich eigentlich Welt- und somit auch ihr Herrscher sein sollte!

Sollte das nicht ganz rübergekommen sein: Sorry!

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Hoettges

Wahre Worte…

Doch mein Kontoauszug sagt mir am Monatsende, dass ich ein sehr relaxter Mensch bin!

Naja, Geld verdirbt den Charakter. (Und wenn ich mal groß bin habe ich eventuell auch einen!!!)

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