Viertel vor Osterpaziergang

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„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.“

Schön… nur gab es vor 210 Jahren anscheinend noch keinen Klimawandel und wohl auch noch so etwas wie einen ‚Frühling‘! (Die Älteren unter uns werden sich daran noch erinnern können)
Sicher, das konnte Johann Wolfgang  seinerzeit noch nicht wissen, aber langsam nervt das beschissene Wetter wie ein chronischer Zahnschmerz!
Derzeitige Lage zum Frühlingsanfang in München:
Arschkalt und es schneit und schneit und schneit…

Der ‚Fühling‘ findet in Deutschland seit Jahren immer an einem Tag im Juli(!) zwischen 12:00 und 12:10 Uhr statt.
Kurz vor zwölf hat es noch milde 3°C und elf nach zwölf sind es dann 34°C. Trotzdem wird diesen zehn Minuten eine ganze Jahreszeit zugestanden.

Ich für meinen Teil habe langsam die Faxen dicke! Kein Wunder, dass alle immer fetter werden: Wer will denn Ostern bei -7° und einem Dauerblizzard spazieren gehen, Herr von Goethe?
Und für mich ist es doppelt schlimm: ICH MUSS BEI SCHNEE UND EIS MIT DEN ÖFFENTLICHEN FAHREN!
Wer sich dieses Martyrium auch gönnt, weiß wovon ich hier schreibe:
– An Tuberkolose leidende Fahrgäste, die nicht an das Prinzip ‚Hand-vor-den-Mund‘ beim Dauerhusten glauben.
– Vollidioten, die sofort irgendwas stinkendes fressen müssen, sobald sie auf ihrem Arsch sitzen.
– ADHS-Kasper, die mit sich selbst reden und Anschluss suchen.
– Ein Busfahrer, der nur einen seltenen Dialekt des Ostklingonischen spricht, und somit zu keiner Interaktion mit Fahrgästen fähig ist, aber die ganze Zeit in sein Hany brabbelt.
– Längere Verspätungen bei Minusgraden sind an der Tagesordnung.
– Die Handydeppen, die ständig telefonieren als hätten sie Beethoven im Endstadium am anderen Ende der Leitung.
– Schüler, wenn man richtig Pech hat! (Das brauche ich wohl nicht näher beschreiben…)
– Und von manchen Mitfahrgästen kann und will ich hier nicht berichten, weil die Erinnerung an diese Kandidaten schon einen Vomitus auslösen kann…

Und das sind nur die Punkte, die mir jetzt schnell einfallen: Da gibt es noch -zig Punkte, warum man das Fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln lieber lassen sollte, wenn nicht unbeding notwendig!
Klar, als Masochist ist man fein raus: Eine Tageskarte München XXL kostet gerade mal 8,90.- ein Besuch im SM-Puff dürfte da wohl etwas teurer sein.

Es ist einfach nur unerträglich!

Und da wollen unsere Volksvertreter den ÖPNV kostenlos machen.
Sorry, aber wenn noch mehr Idioten Bus und Bahn benutzen, muss ich bei Eis und Schnee (sorry: Im ‚Frühling‘!) Homeoffice machen – zweimal täglich Taxifahren wäre auf Dauer einfach zu teuer!

Aber so sind sie eben, unsere gewählten Politiker: Dicker Dienstwagen und große Schnauze!
Nur mal so: Mir gehen die Stickoxidwerte in Stuttgart am Arsch vorbei, die Keim-, Lärm- und Geruchsbelastung in der Linie 260 von Germering nach Planegg jedoch nicht!
Und wenn alle ihren Drecksdiesel, der Stickoxidwerte zu liebe, in der Garage lassen, steigen diese Werte noch an, während der Wert der freien Sitzplätze dramatisch fällt!
Bei Bussen sind freie Sitzplätze lebensnotwendig, da die heutigen Busfahrer gerne mal testen, ob die Massenträgheit immer noch existent ist: Da wird dann auch mal ohne erkennbaren Grund von 60 auf 0 gebremst und wenn Omma Meier gerade eingestiegen ist von 0 auf 100 in 4,5 Sekunden beschleunigt!

Sicher: Man kann sich beschweren!
Schon mal gemacht?
Nee??
Dachte ich mir!
Nur soviel: Man kann sich auch mit dem Schlagbohrer die Kniescheibe perforieren lassen… schmerzt weniger!
Die Mitarbeiter am Telefon der diversen Bus- und Bahnunternehmen sind nicht nur zu 100% kritikresistent, sie glauben dem Kunden auch rein garnichts, was er am Telefon berichtet.
Genau so gut könnte man versuchen dem Papst gefühlsechte Pariser zu verkaufen!

Ob der ganze Ärger meiner (und der anderer Fahrgäste) gesundheitlich zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln.
Aber den Politikern interessiert unsere Gesundheit doch ohnehin so wenig wie das Wetter in Gräfelfing…
Und genau da sind wir bei der Wurzel allen Übels: Donald Trumps hartnäckiger Zweifel am Klimawandel!
Seine Weigerung den Klimawandel anzuerkennen ist so stark, dass er wohl auch gestoppt wird… die Folgen des ausbleibenden Klimawandels sind Eis und Schnee zum ‚Frühlings’anfang und ein Busfahrender Carsten mit vierstelligem Blutdruck sowie heftig pochender Halsschlagader!

Danke Donald…
Und wo wir schon beim Thema sind:
Danke Merkel… (passt eigentlich immer!)

„… genervet steig ich in den Bus hinein:
Ich bin am Arsch, ich armes Schwein!“

Fuck you Göthe!

In diesem Sinne:

Euer Väterchen Frost

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About the Author

Hoettges

Hoettges

Feingeistiger Grobmotoriker mit Hang zur zweidimensionalen Sicht der Dinge und Deutschlands letzter lebender Dichter und Denker.

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